Gartenarbeiten im Herbst: Auf Igel achten!

Die letzten Sonnenstrahlen im Herbst locken Haus- und Schrebergärtner in ihre Gärten. Da steht der Pflegeschnitt für Obstbäume an oder ein Heckenschnitt, allgemeine Aufräumarbeiten und das Zurückschneiden von Stauden. Und der Komposthaufen könnte auch umgesetzt werden… Doch in dieser Jahreszeit ist besondere Vorsicht bei der Gartenarbeit geboten. Denn viele Igel haben vom August bis September noch Junge, halten sich in Verstecken auf und bereiten schon ihre  Winterquartiere vor. Deshalb bitten wir Sie als Gärtner und Gärtnerin um besondere Vorsicht beim Herbstputz in Ihrem Garten.

Diese Gefahren lauern für den Igel:

  • Motorsensen, Heckenscheren, Kettensägen, Laubsauger können Igel schwer bis lebensbedrohlich verletzen. Bitte suchen Sie deshalb vor Beginn der Mäh- und Schnittarbeiten unter Bäumen und Hecken das Gelände sorgfältig nach schlafenden Igeln,  Igelnestern oder Igelverstecken ab.
  • Lassen Sie Mähroboter bitte nie unbeaufsichtigt mähen! Igel flüchten bei Gefahr nicht, sondern rollen sich ein. Sie sind den Messern der Mähroboter somit hilflos ausgeliefert.
  • Unter Holzstapeln, Reisig- und Laubhaufen, aber auch im Komposthaufen könnte sich ein Igel bereits auf den Winterschlaf vorbereiten und sich häuslich einrichten. Bevor Sie diese Haufen umsetzen oder entfernen, vergewissern Sie sich bitte, ob sich Igel darin befinden. Im Idealfall lassen Sie bitte Holz-, Reisig- und Laubhaufen als Igelschlafplätze über den Winter liegen.
  • Ohne vorherige Prüfung sollten Sie keine spitzen Geräte wie z.B. Mist- und Grabegabeln zum Umsetzen von Garten- und Komposthaufen verwenden. Sie könnten darin schlafende Tiere schwer verletzen. Besser vorher nachschauen.
  • Überprüfen Sie regelmäßig Keller-, Licht- und Lüftungsschächte, ob nicht ein Igel  hineingefallen ist. Igel können sich aus diesen Schächten nicht selbst befreien und sterben qualvoll an Hunger, Durst oder an ihren Verletzungen.