Rücksicht nehmen auf Igel bei Gartenarbeiten im Frühling

Die ersten Sonnenstrahlen im Frühling locken Haus- und Schrebergärtner in ihre Gärten. Da steht der Frühjahrsschnitt für Obstbäume an oder ein Heckenschnitt, und der Kompost könnte auch auf die Beete. Doch in dieser Jahreszeit ist besondere Vorsicht bei der Gartenarbeit geboten. Denn viele Igel verschlafen noch die kalte Jahreszeit in ihren Verstecken und Winterquartieren. Deshalb bitten wir Sie als Gärtner und Gärtnerin um besondere Vorsicht beim ersten Frühjahrsputz in Ihrem Garten.


Diese Gefahren lauern für den Igel:

  • Motorsensen, Heckenscheren, Kettensägen, Laubsauger können Igel schwer bis lebensbedrohlich verletzen. Bitte suchen Sie deshalb vor den Mäh- und Schnittarbeiten unter Bäumen und Hecken das Gelände sorgfältig nach schlafenden Igeln oder Igelverstecken ab.
  • Lassen Sie Mähroboter bitte nie unbeaufsichtigt mähen! Igel flüchten bei Gefahr nicht, sondern rollen sich ein. Sie sind den Messern der Mähroboter somit hilflos ausgeliefert.
  • Unter Holzstapeln, Reisig- und Laubhaufen, aber auch im Komposthaufen könnte noch ein Igel seinen Winterschlaf halten. Bevor Sie diese Haufen umsetzen oder entfernen, vergewissern Sie sich bitte, ob sich Tiere darin befinden.
  • Ohne vorherige Prüfung sollten Sie keine spitzen Geräte wie z.B. Mist- und Grabegabeln zum Umsetzen von Gartenhaufen verwenden. Sie könnten darin schlafende Tiere schwer verletzen. Besser vorher nachschauen.
  • In Reisighaufen schlafende Igel fallen jedes Jahr beim Osterfeuer den Flammen zum Opfer und erleiden einen qualvollen Tod. Bitte prüfen Sie vorher unbedingt den aufgeschichteten Holzhaufen, bevor Sie ihn in Flammen setzen. Oder verzichten Sie den Tieren zuliebe ganz auf diesen Brauch.
  • Überprüfen Sie Keller-, Licht- und Lüftungsschächte, ob nicht ein entkräfteter Igel nach dem Winterschlaf hineingefallen ist. Igel können sich aus diesen Schächten nicht selbst befreien und sterben qualvoll an Hunger, Durst oder an ihren Verletzungen.