Der Igel im Sommer

Igel haben großen Durst

Nicht nur unsere Bäume leiden unter der brütenden Hitze und Trockenheit. Auch für viele Tiere geht es um das Überleben,  unter anderem auch für unseren Igel. Viele Igel die wir momentan erhalten, sind stark dehydriert und entkräftet. Denn langanhaltende Trockenheit führt auch zu einem Mangel an natürlicher Nahrung für den Igel:  Käferlarven, Regenwürmer, Insekten & Co. verstecken sich in tieferen Erdschichten oder in für den Igel nicht erreichbare Ritzen und Hohlräume und sind daher für den Igel nicht verfügbar. Über diese Nahrungsquellen stillt der Igel jedoch normalerweise seinen normalen Flüssigkeitsbedarf.

Tun Sie den durstenden Tieren einen Gefallen und stellen Sie Wasserschalen in ihrem Garten oder Vorgarten auf. Das Wasser sollte möglichst täglich gewechselt werden. Wer einen Teich oder andere ebenerdige Wasserstellen im Garten hat, sollte darauf achten, dass sie nicht zur tödlichen Falle für Igel werden.  Igel können zwar recht gut schwimmen, doch an steil abfallenden Ufern finden sie keinen Ausstieg mehr und können ertrinken. Ein schräges Brett mit ein paar Querlatten versehen, welches vom Ufer ins Wasser führt, ist eine gute Ausstiegshilfe und hilft bereits, solche Unfälle zu verhindern.

Vorsicht bei Gartenarbeiten

Viele Igel bekommen im August ihre Jungen. Seien Sie deshalb bei der Gartenarbeit jetzt besonders aufmerksam beim Umsetzen von Holzstapeln und Komposthaufen und achten Sie auf potentielle Igelnester und -schlafstellen. Verzichten Sie dabei auf spitze und scharfe Gartengeräte. Besonders Motorsensen,  Balken- und Rasenmäher,  Mähroboter aber auch elektrische Heckenscheren werden schlummernden Igeln oft zum Verhängnis und können sie schwer bis lebensgefährlich verletzen. Deshalb bitte vor den Mäh- und Schnittarbeiten auf Wiesen und unter Hecken kontrollieren, ob sich dort Igel befinden.