Der Igel im Frühsommer & Sommer

Naturnahe Gärten, in denen auf Chemie verzichtet wird, sind beliebte Lebensräume für Igel
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Ab Mai sind viele Igel in Paarungslaune. Igelweibchen suchen schon jetzt geeignete Nistplätze, um später ihre Igeljungen aufzuziehen. Ideal sind abgelegene, ungestörte und trockene  Hohlräume unter Hecken und Sträuchern, unter Holzstapeln und Steinhaufen, und auch der warme Komposthaufen wird gern genutzt. Seien Sie deshalb bei der Gartenarbeit jetzt besonders aufmerksam beim Umsetzen von Holzstapeln und Komposthaufen und achten Sie auf potentielle Igelnester und -schlafstellen. Verzichten Sie dabei auf spitze und scharfe Gartengeräte. Besonders Motorsensen, Balken- und Rasenmäher, unbeaufsichtigte Mähroboter aber auch elektrische Heckenscheren werden schlummernden Igeln oft zum Verhängnis und können sie lebensgefährlich bis tödlich verletzen. Deshalb bitte vor den Mäh- und Schnittarbeiten auf Wiesen und unter Hecken vorher kontrollieren, ob sich dort Igel befinden. Mähroboter bitte niemals unbeaufsichtigt oder nachts laufen lassen!

Meist paaren sich Igel im August ein zweites Mal. Auch hier gelten die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen und Hinweise zu geeigneten Nistplätzen. Da diese Igeljungen sehr spät im Jahr geboren werden, haben sie kaum noch genügend Zeit, sich ausreichende Reserven für ihren Winterschlaf anzufressen. Deshalb ist es im Herbst bis zum Einbruch der ersten Minusgrade ganz besonders wichtig, jungen Igeln durch Zufütterung zu helfen.

Bei Bedarf zufüttern

Igelweibchen verbrauchen für die erfolgreiche Aufzucht ihrer Jungen eine Menge Kraft- und Fettreserven. Das Nahrungsangebot für Igel hält sich in Gärten  und Parks noch relativ in Grenzen. Besonders das Insektensterben macht den Igeln zu schaffen: sie finden nicht mehr ausreichend Nahrung. Helfen Sie Igeln in Ihrem Garten jetzt durch regelmäßige Zufütterung. Wir haben Ihnen Informationen für geeignetes Igelfutter auf unserer Website zusammengestellt.

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Igel brauchen Wasser

Auch Igel haben Durst und brauchen Wasser, um nicht zu verdursten. Gerade in lang anhaltenden Trockenperioden wie sie derzeit vorkommen (2 Wochen oder länger ohne Regen), ist es essentiell für den Igel, dass er immer Zugang zu einem Schälchen mit Trinkwasser (keine Milch!) hat.